Strukturen sichern durch innovative Projekte in der Daseinsvorsorge
Expertenwerkstatt diskutierte Masterplan Weser-Ems
Demografie und Digitalisierung werden die Zukunft des ländlichen Raumes bestimmen. Wie können Strukturen bei Gesundheit und Pflege, der Mobilität, beim Wohnen und sozialen Miteinander gestaltet werden? Antworten möchte das „Bündnis Innovation in der Daseinsvorsorge“ auf den Weg bringen. Die Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH organisierte ein Expertentreffen.
Brake. Hinter dem Bündnis Innovation in der Daseinsvorsorge steht ein Zusammenschluss aus 17 Kreisen und kreisfreien Städten in Weser-Ems. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Region sich nur gut entwickeln wird, wenn mit dem attraktiven Lebensumfeld auch die Daseinsvorsorge stimmt. Den ersten Schritt dafür haben die Landräte und Oberbürgermeister mit der Verabschiedung des Masterplans „Innovation in der Daseinsvorsorge“ in 2018 gemacht. Die Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH hat jüngst zu einer Expertenwerkstatt eingeladen, um die im Masterplan beschriebenen Handlungsempfehlungen auf Landkreisebene zu diskutieren.
Landrat Thomas Brückmann begrüßte die 70 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Kultur, von Wohlfahrtsverbänden, Gesundheitseinrichtungen und ehrenamtlichen Organisationen in der Aula der Kreisvolkshochschule in Brake: „Die Zielrichtung des Masterplans und unsere eigenen Pläne in der Kreisentwicklung machen es sinnvoll, einen Dialog mit den Fachleuten vor Ort zu suchen. Daher freue ich mich über die große Resonanz bei dieser Veranstaltung.“
Im Rahmen eines „Word Cafés“ bewerteten die Teilnehmer die Handlungsempfehlungen zu den Themen „Gesundheit und Pflege sichern“, „Mobilität gewährleisten“, „Gut wohnen und leben“ sowie „Zusammenleben gemeinsam gestalten“. Ferner wurde dazu aufgerufen, eigene Projektideen zu formulieren oder gute Beispiele vorzuschlagen. Nils Siemen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, ist von den Ergebnissen beeindruckt: „Die Experten-Werkstatt hat das enorme Engagement der Akteure und die vielfältigen Projekte in der Wesermarsch aufgezeigt. Gleichwohl wurde vor dem Hintergrund des demografischen Wandels deutlich, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Wirtschaftsförderung ist nicht ohne eine adäquate Daseinsvorsorge denkbar. Der digitale Wandel kann bei der Bewältigung der Aufgaben eine wichtige Unterstützung sein.“
Um den Experten eine konkrete Hilfe bei der Realisierung von Projektideen an die Hand zu geben, wurde auf Weser-Ems-Ebene bereits eine Servicestelle eingerichtet. Diese wird von der Dieter Meyer Consulting GmbH aus Oldenburg betrieben und ist per Mail unter servicestelle@eurooffice.de erreichbar. Dort erhalten Interessierte kostenlos Informationen zu passenden Förderprogrammen, damit sie ihre Ideen umsetzen können und zwar unabhängig davon, wie es mit dem Masterplan weitergeht.
Die Ergebnisse der Experten-Werkstatt in der Wesermarsch werden von der Servicestelle in ein Meinungsbild für ganz Weser-Ems zusammengeführt. Im nächsten Schritt werden dann die Landräte und Oberbürgermeister erneut darüber diskutieren, mit welchen Prioritäten konkrete Projekte ausgewählt und praktisch umgesetzt werden sollten. Details unter www.weser-ems.eu.
Kontakt:
Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH
Ingrid Marten, Tel. 04401 – 99 69 08; marten@wesermarsch.de