Neue Brücke in Brake für den Verkehr freigegeben
Die Gesamtkosten betragen 11 Millionen Euro
Brake. Auf sicherem und direktem Weg führt die neue Brücke an der Berliner Straße künftig über die Gleise. Damit ersetzt sie die parallel zu einander verlaufenden, höhengleichen Bahnübergänge an der Bahnstrecke zwischen Brake und Nordenham sowie an den Gleisanschluss, der zum Niedersachsenkai im Hafen führt. „Die Brücke ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit und stärkt die Infrastruktur des Hafenstandorts Brake und damit auch die maritime Wertschöpfungskette in Niedersachsen“, betonte Dr. Niels Kämpny vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung bei der Einweihnung. Als Kreuzungsbeteiligte entschieden sich die Stadt Brake, die DB Netz AG und Niedersachsen Ports im Jahr 2014 gemeinsam für den Bau der Brücke. Die Gesamtkosten betragen elf Millionen Euro.
„Das Bauwerk verbessert nicht nur die Logistik vor Ort, sondern bietet darüber hinaus weitere Vorteile. Bisherige Gefahrenquellen wurden durch den Bau der Brücke beseitigt, so dass sich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht“, erklärte Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG. Fahrzeuge müssen nun nicht mehr wie bisher warten bis sich die Schranken an den Bahnübergängen öffnen. Sie können direkt und ohne Wartezeit über die Gleise fahren. Das erhöht den Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer, steigert die Effizienz im Hafen und reduziert Abgase. Zudem wird die Beeinträchtigung durch Verkehrslärm verringert.
Das europaweite Vergabeverfahren für den Bau der rund 750 Meter langen Brücke wurde Oktober 2016 abgeschlossen. Die Bietergemeinschaft der Unternehmen Hecker Bau und Depenbock Bau GmbH & Co. KG erhielten den Zuschlag.
Nach intensiven Vorbereitungen fand der Brückenschlag Ende Juli und Anfang August des vergangenen Jahres statt. So wurde zunächst der Unterbau der Brücke errichtet, der die Last der aufliegenden Fahrbahnplatte sowie das Gewicht der überquerenden Fahrzeuge trägt. Die Platte besteht aus drei Feldern; zwei sogenannte Endfelder und ein Mittelfeld. Die einzelnen Teile der Brücke wurden, um den Verkehrsfluss nicht zu beeinträchtigen, während umfassender Nachtarbeiten zu einer Einheit zusammengeführt. Für den Bau wurden insgesamt 2.500 m Gründungspfähle, 280 t Betonstahl und 85.000 m³ Sand benötigt.