Neue Trends stoßen neue Produkte, Dienstleistungen und Lebensstile an
Veränderungen in der Arbeitwelt ergeben sich durch komplexe Einflussfaktoren
Elsfleth. Begriffe wie Klimawandel, Digitalisierung, aber auch Verstädterung, Globalisierung und Individualisierung sind in unserem allgemeinen Sprachgebrauch verankert, wenn es um die Beschreibung gesellschaftlicher Veränderungen geht. „Dahinter verbergen sich Prozesse, die langfristig und grundlegend unser Denken und unsere Werte beeinflussen“, leitet Raphaela Gerdes-Schmidt ihren Vortrag zu den Trends in der Arbeitswelt ein.
Diese „Megatrends“ vollziehen sich als weltweite Phänomene. Sie beeinflussen wiederum das "Wie" wir Arbeiten und Leben und lassen spezifische Bedürfnisse nach Produkten und Dienstleistungen entstehen. Wenn diese Trends richtig gedeutet werden, ergeben sich daraus wiederum für die Wirtschaft zukünftige Geschäftsfelder. Als im Zuge der massiven Globalisierung in den 80er Jahren eine schnellere und bessere Kommunikation notwendig wurde, konnte mit der IT-Entwicklung ein massiver Engpassfaktor ausgeräumt werden. Zugleich hat diese Innovation eine ganze Branche geschaffen, die ein enormes ökonomisches Potenzial entfalten konnte.
Die Referentin, die insbesondere für den Verbund familienfreundlicher Unternehmen tätig ist, machte deutlich, dass wir fortwährend mit diesen komplexen Megatrends und ihren Einflussfaktoren konfrontiert sind, die unser Denken und Fühlen berühren. Dabei geht es nicht nur um technische Innovationen wie dem Internet, sondern auch um psychologische Stellgrößen, die wiederum Bedürfnisse nach Identität und sozialer Gruppenzugehörigkeit auslösen, weil sich zum Beispiel Formen von Familie oder auch die Bedeutung von Religion verändert.
Haben wir es einerseits mit Megatrends zutun, die die Arbeitswelt ständig weiterentwickeln, so betonte Dirk Schumacher, Personalleiter bei PAG und zugleich Vorsitzender des Verbunds familienfreundlicher Unternehmen, dass Kooperation ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Zusammenarbeit darstellt und auch bleiben wird. Aus seiner Erfahrung spielt jeder Einzelne eine entscheidende Rolle, wenn es um das "Wie" geht in der Arbeitswelt und die Führungskraft im Unternehmen dafür die Spielregeln festzulegen hat. Zielsetzung müsse immer eine win-win-Situation sein und die könne mit Transparenz, Vertrauen, Offenheit erzeugt werden, urteilt Schumacher aus langjähriger Erfahrung.
Der Verbund familienfreundlicher Unternehmen e.V. bietet ein breites Spektrum aus Beratung und Workshops für seine Mitglieder an. Kleine und mittlere Unternehmen familienfreundlicher machen sowie dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist das Ziel des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen Wesermarsch/Friesland e.V..
Neben Workshopangeboten werden auch Kontakte zwischen qualifizierten Frauen und familienfreundlichen Verbundbetrieben hergestellt. Aktuell gehören 28 Betriebe dem Verbund an. Angebote der Geschäftsstelle, die bei der Wirtschaftsförderung Wesermarsch angesiedelt ist, sind für Verbundmitgliedsunternehmen und deren Mitarbeiter kostenfrei. Für Nichtmitglieder entsteht bei der Teilnahme eine Gebühr in Höhe des Jahresbeitrags im Verbund. Die Höhe der Summe ist als Information bei der Anmeldung einsehbar: https://events.wesermarsch.de/
Informationen und Fragen zu den Angeboten des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen Wesermarsch/Friesland e.V. gibt es bei Gaby Koopmann unter Telefon 04401 – 99 69 14, per E-Mail unter: frauen-und-wirtschaft@wesermarsch.de.
Auf dem Foto: Erfolgreich am Markt war bei der Firma Gebken & Gerdes zu Gast. V.l.n.r.: Nils Siemen/Wirtschaftsförderung, Sebastian Strehlau und Lutz-Rainer Gebken von Gebken & Gerdes, Raphaela Gerdes-Schmidt/Wirtschaftsförderung und Dirk Schumacher/ PAG GmbH.